Aktulle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin-Hellersdorf

160402.1Route
Die Route für den geplanten Naziaufmarsch am 2. April in Berlin-Hellersdorf ist nun endlich bekannt.
Startpunkt ist, wie bereits angekündigt, um 13 Uhr am U-Bhf Hellersdorf. Hier Sammeln sich die Nazis vor der Alice-Salomon-Hochschule und werden dann über die Stendaler Straße zum S-Bhf Marzahn laufen.
Rund um die Alice-Salomon-Hochschule sind mehrere Gegenkundgebungen angemeldet und auch im Umfeld der Wegstrecke. Denkt daran, dass die Cops euch nicht daran hindern dürfen, zwischen den verschiedenen Kundgebungen hin und her zu laufen.
Das Kartenmaterial wird regelmäßig aktualisiert und findet ihr unter akmh.blogsport.eu/downloads/

Vortreffpunkte / Anreise
Es wird wieder zwei Vortreffpunkte geben, die betreut werden:
11 Uhr U-Bhf Frankfurter Allee
11 Uhr S-Bhf Ostkreuz
Menschen aus den nördlichen Bezirken (Pankow, Wedding, Friedrichshain, Lichtenberg und co) treffen sich am U-Bhf Frankfurter Allee.
Personen aus dem Süden (Neukölln, Kreuzberg, Treptow und co) kommen zum Bahnhof Ostkreuz.

Infostruktur am Tag
Am Tag wird es verschiedene Strukturen geben, die euch über Twitter mit Infos versorgen: Hashtags #mahe und #mahe0204
Es wird auch ein Infotelefon geschaltet sein.

Ermittlungsausschuss
Auch der EA wird an dem Tag wie immer unter der Nummer 030 / 69 22 22 2 zu erreichen sein.
Hier gebt ihr nur euren Namen sowie Geburtsdatum und eventuell wann und wo ihr festgenommen worden seid, an. Auf keinen Fall was vorgefallen ist oder euch vorgeworfen wird! Wenn ihr wieder draußen seid, meldet euch bitte auch unter dieser Nummer wieder ab!

Infoveranstaltungen
In den letzten zwei Wochen wird es noch die eine oder andere Infoveranstaltung geben, wo ihr die aktuellsten Infos bekommt.
24. März – 19:00Uhr Subversiv (Mitte)
25. März – 20:00Uhr La Casa (Hellersdorf) (mit EA-Infotisch)
28. März – 19:00Uhr Kaderschmiede (F.Hain)
28. März – 20:00Uhr JUP (Pankow)
30. März – 20:00Uhr Horte (Strausberg)
01. April – 19:00Uhr Jockel (Kreuzberg) (mit EA-Infotisch)
Adressen und weitere Infos zu den jeweiligen Infoveranstaltungen gibt es im Stressfaktor.

Aktuelle Naziaktionen
Seit Wochen machen organisierte Rechte fast täglich Mobi für die rassistische Demo am 2. April. Viel läuft dabei über die Facebook-Seite „Nein zum Heim Marzahn-Hellersdorf“ der sogenannten „Bürgerbewegung“. Hinter der Internetseite stecken organisierte Neonazis wie Marcel Rockel, Daniela Fröhlich, Rene Uttke und Patrick Krüger. Diese sind auch für die ständige „Real-Life-Mobi“ verantwortlich: laut Chronik der Berliner Register wurden bisher 4 Kundgebungen im Bezirk abgehalten, bei denen für den Aufmarsch am 2. April Werbung gemacht wurde. Zusätzlich wurden in mehreren Kiezen in Marzahn-Hellersdorf großflächig Flyer verteilt. Beteiligt war daran auch stets Marcel Rockel, Kandidat der NPD für die Abgeordnetenhaus Wahlen 2016. Konsequenterweise mobilisiert nun auch der Landesverband der Berliner NPD seit letzter Woche für den Aufmarsch. Außerdem beteiligen sich Kai Milde, Lukas Lippitz und weitere bekannte Neonazis aus Marzahn-Hellersdorf.
Immer wieder erreichen uns Meldungen, dass aus den Werbetouren heraus Menschen beleidigt, bedroht oder sogar angegriffen werden.
Diese Geschehnisse reihen sich ein, in einer Vielzahl von Gewalttaten in den letzten Monaten. Mit weitem Abstand führt Marzahn-Hellersdorf die Statistik der Straftaten von rechts in Berlin an, wie der erst vor kurzem veröffentlichte Bericht der Registerstelle offenlegt.

Das Motto der Rechten ist „Sicherheit statt Angst“. Seit Sylvester in Köln und dem „Fall Lisa“ in Marzahn, nutzen die Neonazis jede Gelegenheit, um über die Bedrohung „ihrer“ Frauen und Kinder zu sprechen und den Mythos der gewalttätigen Fremden zu verbreiten. Das Motto der Demo ist der pure Hohn, geht doch die mangelnde Sicherheit im Kiez auf ihr eigenes Konto. Es müssen sich besonders Nachts diejenigen um ihre Sicherheit fürchten, die nicht in das Straßen- oder Weltbild derjenigen passen, die nach mehr Sicherheit schreien. Das sind Migrant*innen, Geflüchtete, politisch Aktive oder sogar Schüler*innen, die sich in den Unterkünften ehrenamtlich einbringen.

Darum werden wir den Nazis und selbsternannten Frauenschützer am 2. April den Tag so richtig versauen!

Weitere Infos folgen unter: